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I LUV my mom

Am 20. März 1964 starb Brendan Behan in einem Dubliner Krankenhaus. Er war zwar ein genialer Schriftsteller gewesen, aber auch IRA-Aktivist und hatte mehrere Jahre für seine Verwicklung in einer Reihe von Polizistenmorden im Gefängnis eingesessen. Und an diesem Tag dachte sich jemand: „Das kann ich besser“ . Dieser Jemand war in diesem Jahr auf dem Höhepunkt seiner im wahrsten Sinne schöpferischen Fähigkeiten und brachte unter anderem folgende Kunstwerke zustande:  Tracy Chapman, Nicolas Cage, Elle McPherson, Sandra Bullock, Jürgen Klinsman, Kimmo Pohjonen (!), Keanu Reeves, Clive Owen, Sven Väth und Halbgott Hape Kerkeling.  Und von der Entschlossenheit getragen, alles endlich besser machen zu wollen kam dann der Grund zur Welt, warum es diesen Blog überhaupt gibt. Ganz ehrlich, diesen Blog gäbe es wirklich nicht, wenn es diesen Tag nicht gegeben hätte. Es sei denn, Paralleluniversen, Singularitätsschleifen und… lassen wir das.

Meine Mama ist, und das sage ich voll Stolz, die wichtigste Frau in meinem Leben. Ich habe mir vor einiger Zeit die Frage gestellt, wer meine Vorbilder sind. Zuallererst kamen mir Leute in den Kopf, die so viel Kohle haben, dass sie in ihrer Freizeit Origami Lemminge basteln, die sie dann rudelweise aus dem Fenster springen lassen. Dann hab ich allerdings festgestellt, dass mir jeglicher Bezug zu Origami fehlt und dass ich als Vegetarier natürlich auch nicht den Tod von Millionen von Lemmingen verantworten könnte.  Vielmehr kann ich mich in den Werten und Ansichten wiederfinden, die meine Eltern mir und meinem Bruder vermittelt haben. Harte Arbeit, Träume haben, Liebe und Hingabe. Ich weiß nicht, ob man viel mehr braucht um ein erfülltes Leben führen zu können. Jedenfalls glaube ich, dass meine Mutter nen verdammt guten Job gemacht hat, zwei äußerst charmante, gutaussehende und erfolgreiche, allseitsbeliebte, viel umschwärmte, warmherzige, gutmütige, weltverbessernde… wo waren wir? Ach ja… Ich möchte mich von ganzem Herzen dafür bedanken, dass du mir deine letzten 22 Jahre geopfert hast. Ich freue mich riesig auf den Tag, an dem ich in der Lage sein werde, dir Träume zu erfüllen, so wie du es für mich mein Leben lang getan hast. Ohne dich wäre ich nicht hier in den USA und ohne dich wüsste ich weder, wohin ich will, noch wer ich bin. Ich glaube eine Umarmung könnte meine Gedanken jetzt sehr viel einfacher ausdrücken. Vatter: Pass auf die Mutter auf! Ich glaub, du weißt was du an hier hast. Im übrigen feiern die beiden dieses Jahr ihren 20. Hochzeitstag. Und auch wenn sie sich in der Zeit wahrscheinlich öfters angezickt haben, als ich in 100 Jahren Witze über Inder machen könnte, würde ich mich freuen, wenn ichs irgendwann mal genauso so weit schaffe. Ich wollte eigentlich „Ich wollte nie erwachsen sein“ von Tabaluga im Hintergrund spielen. Zumal mein Bruder nach Peter Maffay benannt ist. Dann hab ich mir aber gedacht, dass du dafür einfach zu jung bist und außerdem sonst alle Rotz und Wasser gebrüllt hätten. Aber bei dir weiß ich, dass du ein Kind geblieben bist und dass deine Träume dich jung halten, von Außen wie von Innen. Ich hoffe, dass du dir das beibehälst. Ich hab dich so lieb, dass gibbet gar nicht

Alles Gute zum Geburtstag.

Dein Andy

20.3.09 02:25
 


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