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Routine

Parkschild vor meinem Bürogebäude: “Please throw your litter into the trash bins. The pigeons are trying to lose weight“ (Bitte werfen Sie Ihren Müll in einen Mülleimer. Die Tauben versuchen abzunehmen)

 

Nun arbeite ich schon ein paar Tage lang hier und hab mich auch schon recht vernünftig eingelebt. Man nimmt die Obdachlosen morgens auf dem Weg zur Arbeit nur noch so halb war und während der Fahrt in der U-Bahn ist man überall, nur nicht in der U-Bahn. Es ist recht witzig, was einem für groteske Gestalten über den Weg laufen. In den U-Bahnstationen in der Innenstadt stellen immer mal mehr und mal weniger musikalisch Begabte ihr Talent zur Schau. Vorgestern morgen auf dem Weg zur Arbeit hat jemand Lieder von Fred Astaire gesungen. Das war sehr schick und sehr beruhigend, Geld hat er aber trotzdem keins von mir gekriegt. Dafür hätte er schon tanzen müssen. Er wollte ja schließlich Fred Astaire sein. Außerdem weiß ich jetzt auch, was der Weihnachtsmann den Rest des Jahres macht. Er verkauft auf meinem Weg zur Arbeit den Boston Globe und andere Zeitungen und nimmt ordentlich ab. Er ist aber immernoch der alte, nette Herr, den so ziemlich jeder mag. Gibt einige Leute, die sich morgens immer mit ihm unterhalten und er grüßt vor allem die Frauen immer sehr freundlich. Is aber auch ne gute Anmache, wenn man jede und jeden mit Vornamen grüßen und ihm aufzählen kann, was er in letzter Zeit so alles versaut hat.

 

Tja und apropos versaut... Da ich ja mittlerweile zu einer Bevölkerungsgruppe gehöre, die vor Schwarzen, Schwulen, Kommunisten, Nazis und 9Live Moderatoren zum Feindbild Nummer eins aufgestiegen ist, muss ich an dieser Stelle sagen: Ich mag Banken trotzdem. Und vor allem Investment-Banking. Mehr denn je. Denn im Moment ist mir klar, dass ich gerne wieder im Investment-Banking arbeiten würde. Oder überhaupt mal wieder arbeiten. Wer mich kennt, weiß, dass ich mit ner 40 Stunden Woche nicht viel anfangen kann und früher oder später versuchen werde, mir mein Bein aus Langeweile abzunagen, um mich von der dröhnenden Leere in meinem Kopf abzulenken. Naja, an die 40 Stunden Woche könnte ich mich ja noch gewöhnen, aber ich sitze 20 Stunden mehr oder weniger rum und werde fürs Nichtstun bezahlt. Ich mag Verantwortung und auch mal nen Tritt in den Arsch, wenn man Scheiße baut. Hier sind alle immer nett. Das hat manchmal schon was zombiehaftes. Das Schöne ist, dass alle in meiner Abteilung ziemlich arbeitslos sind. Meine Chefin verarmt grade, weil sie zu viel Zeit hat, um im Internet nach Handtaschen zu suchen...

 

Naja, aber ich bringe meine Zeit schon rum. Ich bringe mir grade Programmieren bei und wenns hier in der Abteilung nichts mehr zum Progammieren gibt, werde ich wohl heimlich, still und leiste versuchen, meine Abteilung zu wechseln. Meine Firma mag ich nämlich sehr. Und auch meine Kollegen find ich zum Großteil sehr nett und sehr locker. Da man aber im Moment froh sein muss, wenn man überhaupt nen Job hat (so wurde mir zumindest gesagt. Ich persönlich halte davon nicht so viel...) werde ich mich wohl vorerst damit zufrieden geben und versuche einfach, das Beste daraus zu machen. Bis jetzt vergeht die Zeit recht schnell, von daher kann ich nicht klagen.

 

Und ja, mit so viel Freizeit sollte es eigentlich möglich sein, hier ma öfters was zu schreiben. Ich geh nachher erstmal meinen Gehaltscheck einlösen. Sweeeet

 

Cheers,

 

Andy
12.2.09 17:28
 


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