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Sodom und die Bücherei

Abtrünnige Ungläubige,

 

die Wiege des Kapitalismus ist:... *Trommelwirbel + unheilvolles Zischeln* eine Buchhandlung!? Eine Buchhandlung! Fürchtet euch! Erstarret in Ehrfurcht vor bedrucktem Papier. Denn Gott hat sein auserwähltes Volk direkt in eine Buchhandlung geführt (welch subtiler Humor an dieser Stelle...). Und ist dann gegangen.

Tja und an diesen gottverlassenen Ort verschlug es mich heute ebenfalls. Aufgrund der Abwesenheit des Allmächtigen war es denn auch vergebens, dass ich wie Moses in der Wüste auf ein Zeichen wartete, nachdem ich ins Antlitz des leibhaftig Bösen geblickt hatte, nämlich auf die Preisschilder der Bücher, die ich mir für dieses Semester zulegen muss... Hat Moses in der Wüste brennende Sträucher gesehen, so kam mir zumindest der Gedanke an brennende Regale, wobei meine Vision nicht ganz so viel mit göttlicher Erleuchtung zu tun hatte. $180 für ein Buch. Nein die Bücher waren nicht mit Goldrand verziert oder umfassten mehrere tausend von uralten Mönchen handgeschriebene und kunstvoll ausgestaltete Manuskriptseiten. Nö. Eigentlich sind sie nur so 300 - 400 Seiten dick und auch inhaltlich auf den ersten Blick nicht sonderlich furchteinflößend. Tja, jedenfalls sind jetzt über 300 Dollar weg und Andy wird in den kommenden Tagen zum Hinduismus übertreten, um erklären zu können, warum er anfängt Gandhi immer mehr zu ähneln... Kleiner Spaß ich esse schon was. Ja Mama, ich weiß, dass du sonst auch sehr sehr sehr böse werden würdest. Und generell werde ich von allen Seiten viel zu viel für meine Essgewohnheiten kritisiert.

Dabei habe ich heute einen Blaubeermuffin verspeist, der gereicht hätte, um die Enterprise ein Jahr lang durchs Universum zu manövrieren. Morgen kauf ich mir wieder Möhren. Wenn ich die esse, hab ich wenigstens nicht das Gefühl, dass sich meine Zehen in nem diabetischen Tobsuchtanfall einfach mal schwarz verfärben...

Und dann hab ich noch eine Kursübersicht für eine meiner Finanzvorlesungen von meinem Professor für Unternehmensfinanzierung gekriegt. Er ist Nigerianer. Er heißt Faleye. Ich habe ihn noch nie gesehen und habe jetzt schon Angst. In seinem kurzen Syllabus, das er an uns gerichtet hat, heißt es denn auch: Ich werde Sie zu Höchstleistungen antreiben. Sie werden selbstverständlich auch ab und an frustriert sein. Es wird Heuschrecken regnen und mein Voodoozauber wird Sie bis ans Ende aller Tage verfolgen und quälen. Naja, nur ein Teil davon ist wahr. Das mit dem ab und an hab ich erfunden...

Mit meinem Praktikum, das ich nächstes Jahr anfange, wird es wohl weniger Probleme geben. Dank gütiger Notenumrechnungstabellen bin ich, glaube ich, ganz passabel davon gekommen. Da wir im Zuge der Bewerbungsgespräche nur unsere Lebensläufe einreichen müssen und der Rest mehr oder weniger für uns erledigt wird, wurde da schon ne große Last von meinen Schultern genommen und ich kann mich mehr Olubunmi Faleye widmen, den ich in Zukunft nur noch Bumi nennen werde. Leute die Avatar mögen sind angehalten, dies hier als Kommentar oder im Gästebuch kund zu tun ^^

Freuen wir uns also auf die restlichen Vorlesungen. Ich werde bestimmt sehr viel lernen, da ich das Zeugs, was wir jetzt in den Vorlesungen machen, zur Abwechslung sogar mal interessant finde.

 

 

Treu ergeben

 

Euer Andy

9.9.08 06:03
 


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